Schule : Grundschule
Lehrling bei Firma Wetzel in Gera als Schlosser. Deutsche Reichsbahn Lokschlosser, Heizer und Lokführer. Im 2. Weltkrieg als Lokführer in Rußland vom Kaukasus bis in den Raum Leningrad. Dort Rückzug miterlebt. Nach dem Krieg Lokführer und Einsatzleiter für Havariezüge an der Lokleitung des Bahnbetriebswerkes Gera. Später Inspektor und Reichsbahnoberinspektor bis zur Berentung.
Seiner Heimatstadt Gera widmet ihn folgende Zeilen:
Bedeutender Ur-, Frühgeschichts- und Heimatforscher - Autodikdakt -.Hobbyarchäologe aus Leidenschaft. Teilnahme an zahlreichen Ausgrabungen im ostthüringer Raum. Er entdeckte bei Dorna eine altkeramische Siedlung und bei Wüstenhain schnurkeramische Gräber. In mehr als 50 Jahren hat er ca. 40.000 Artefakte von der Altsteinzeit bis zum Mittelalter zusammengetragen. Die Sammlung stellte er dem Geraer Museum zur Verfügung. Beliebte Forschungsstellen waren die Lasur, der Zoitz- und der Pfortener Berg, der Heidengottesacker, wo 40 Gräber gefunden wurden und das Hünengrab bei Collis.
Aus seiner Feder stammen zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Abhandlungen, die in namhaften Fachzeitschriften und in der Tagespresse veröffentlicht wurden. Dazu gehört z.B. der Beitrag "Der Pfortener Berg bei Gera und seine mesolitihischen Werkzeuge", veröffentlicht 1954/55 in "Altthüringen" , Bd.1.
Von 1953 bis 1973 war er Kreis-Bodendenkmalpfleger.
Quelle: Bürger von Gera, S. 144 bis 145; Stadt-und Regionalbibliothek Gera;
Der wissenschaftliche Nachlass von Arno Reuter wurde von seiner Tochter Sonja zur Pflege, wissenschaftlichen Aufbereitung und Publikation an die
Stadt-und Regionalbibliothek Gera
übergeben.
Über Leben und Werk von Arno Reuter ist eine extra Seite in Vorbereitung